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Auszug - Gemeinsamer TOP mit dem Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales Konkretisierung des Konzeptes zur Bebauung der Südseite des Marktplatzes (Südrandbebauung)
 
 
 
58. Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Bau und Planung Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 10.04.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 21:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Hochstraße 2, 03149 Forst (Lausitz)
Ort: Feuerwehrgerätehaus Mitte
SVV/0952/2014 Konkretisierung des Konzeptes zur Bebauung der Südseite des Marktplatzes (Südrandbebauung)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Verfasser:Frau Baerwald
Federführend:Verwaltungsvorstand für Stadtentwicklung und Bauen Bearbeiter/-in: Handreck, Petra

Der Bürgermeister, Herr Dr. Goldschmidt, gab einleitende Informationen zu dem vorzu­stellenden Konzept zur Bebauung der Südseite des Marktplatzes und übergab anschließend das Wort an Herrn Prof. Sommer.

 

Herr Prof. Sommer erläuterte das Konzept bezüglich der Gebäudehülle anhand eines Power-Point-Vortrages und übergab anschließend an Frau Rohbock, die zu den unterzubringenden Einrichtungen in dem Gebäude Ausführungen machte. In diesem Zusammenhang wurde von Herrn Dr. Goldschmidt darauf hingewiesen, dass sowohl der Museumsverein als auch das Archiv verschwundener Orte Horno in dieses Konzept mit einbezogen wurden.

 

Herr Wünsche von dem Büro Kocmoc net Leipzig informierte die Ausschussmitglieder über die möglichen Nutzungen im Gebäude ebenfalls anhand eines Power-Point-Vortrages.

 

Herr Bayer kommt 19.08 Uhr zur Ausschusssitzung.

 

Herr Bischoff bedankte sich bei allen Ausführenden für die umfangreichen Erläuterungen und bat die Ausschussmitglieder, ihre Fragen, Hinweise, Anregungen und Bedenken hervorzu­bringen. Dabei sollte zunächst besonders auf die grundsätzlichen Dinge Wert gelegt werden.

 

Frau Dressler fragte nach den barrierefreien Zugängen zu diesem Gebäude, die sie nicht erkennen konnte. Dazu antwortete Herr Prof. Sommer, dass die Barrierefreiheit bei Neubauten selbstverständlich ist. Frau Dressler wünschte jedoch genauere Erläuterungen, wie die Barrierefreiheit bei diesem Gebäude umgesetzt werden soll. Herr Prof. Sommer wies darauf hin, dass sich im Bereich der Treppen eine Rampe befindet, die den barrierefreien Zugang zum Gebäude sichert. Weiterhin befindet sich im Gebäude ein barrierefreier Aufzug.

 

Herr Lischke sprach den Standort der Schwarzen Jule an, der an der Ostseite des Gebäudes vorgesehen ist. Dabei kritisierte er, dass die Schwarze Jule ständig frei zugänglich ist, da sie nur unter einem Dach stehen soll. Seitens des Denkmalschutzes gab es jedoch die Auflage, dass die Schwarze Jule nicht im Freien, sondern in einem abgeschlossenen Gebäude unter­gebracht werden muss.

 

Herr Prof. Sommer erklärte, dass die Position so gewählt wurde, um den Bürgern einen größtmöglichen Zugang zur Schwarzen Jule zu ermöglichen. Es ist natürlich möglich, sie in eine Glasvitrine zu stellen, um sie entsprechend zu schützen.

 

Die Architektur dieses Gebäudes findet Herr Lischke gelungen.

 

Fraudisch fragte nach der Betreibung, da sie einen großen Aufwand für die Ausstellungen sowie deren ständige Um- und Neugestaltung sieht. Dazu führte Herr Dr. Goldschmidt aus, dass hier Synergien entwickelt werden müssen, die beispielsweise mit der Umverlagerung des Archives verschwundener Orte und des Kircheninformationszentrums avisiert sind. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Textilmuseum sowie der Einbindung der Touristinformation. Das ist der Rahmen, der vorgegeben wird und ausgestaltet werden muss. Die heutige Diskussion bezieht sich jedoch erst einmal auf Grund­tzliches, das endgültige Betreiberkonzept muss noch erarbeitet werden.

 

Herr Kliche sieht hier enorme Kosten auf die Stadt Forst (Lausitz) zukommen. Da sind z. B. die ca. 3,5 Mio EUR für die Ausstellungshalle, wobei er den Begriff „Ausstellungshalle“ furchtbar findet, und die 3,8 5,2 Mio EUR für die Sanierung der Schwimmhalle. Da steht kein Geld mehr für andere Investitionen zur Verfügung. Er würde sich von der Verwaltung wünschen, dass die Verwaltung und die Stadtverordneten endlich eine Prioritätenliste erstellen, was wirklich gewollt ist. Weiterhin besteht die Frage, wie die Stadt auf die demo­grafische Entwicklung in der Stadt reagiert, welches Gesamtkonzept vorgelegt wird und wo sich die Stadt Forst (Lausitz) bis 2020 hinbewegt. Von anderen Städten gibt es klare Ziele, wo die Stadtentwicklung hingehen soll; Forst (Lausitz) fehlt diese Zielstellung.

 

Außerdem wurde den Forster Bürgern versprochen, bei der Standortwahl für die Schwarze Jule mitbestimmen zu können. Was soll getan werden, wenn die Forster Bürger sie gern an einem anderen Standort, z. B. am Brandenburgischen Textilmuseum, sehen wollen. Am Brandenburgischen Textilmuseum wird derzeit viel Geld eingesetzt, um das Dach in Ordnung zu bringen. Als nächstes soll das Umfeld entsprechend aufgewertet werden.

 

Weiterhin sieht Herr Kliche es nicht als vorteilhaft an, Stadt- und Regionalgeschichte von der Textilgeschichte zu trennen.

 

Herr Kliche ist der Meinung, dass mit einer Ausstellungshalle kein Leben in die Innenstadt gebracht wird. Er wünscht sich ein Konzept, wo die Forster Bürger und Vereine eingebunden werden, die dann auch Leben um die Kirche bringen.

 

Herr Dr. Goldschmidt führte dazu aus, dass diese Ausstellungshalle nicht nur Geld in der Investition, sondern auch im Betrieb kosten wird. Daher soll es so klein wie möglich gehalten werden. Natürlich müssen die finanziellen Mittel im Haushalt bereitgestellt werden. Es kann auch nicht alles auf Betriebskosten allein beschränkt werden, hier geht es auch um Stadt­rendite. Die Menschen müssen für ihre Stadt begeistert werden, auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung. Die Ausstellungshalle kann auch dafür sorgen, den Läden in der Stadt, den Gaststätten und Cafés die Kundschaft zu erhalten.

 

Bezüglich der Finanzierung wies Herr Dr. Goldschmidt darauf hin, dass wir uns in einer neuen Förderperiode der EU befinden. Es gibt daher Möglichkeiten, über unterschiedliche Programme Gelder zu generieren, so z. B. über INTERREG-Mittel.

 

Bezüglich des Standortes der Schwarzen Jule führte Herr Dr. Goldschmidt aus, dass es in der Vergangenheit Diskussionen darüber gab. Diese hatte jedoch den Makel, dass keiner wissen konnte, wie die Schwarze Jule am Marktplatz integriert werden kann. Nunmehr können Vor- und Nachteile besser gegeneinander abgewogen werden. Die Schwarze Jule hat am Marktplatz die Chance prädestiniert ausgestellt zu werden. Dabei wünscht er sich, dass die Schwarze Jule 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche für die Bürger zugänglich ist.

 

Bezüglich der Bedenken zur Trennung der Stadt- und Regionalgeschichte mit der Textil­geschichte ist auch Herr Wünsche der Meinung, dass diese nicht voneinander zu trennen sind. Dabei sieht er aber eine räumliche Trennung als nicht problematisch an.

 

Herr Krenz vermisst eine kleine gastronomische Einrichtung in diesem Gebäude, z. B. ein Café.

 

Herr Rother möchte gern die Meinung von Herrn Siegert, Ortsvorsteher Horno, zur Integration des Archives verschwundener Orte in diesem Gebäude hören. Herr Siegert antwortete dazu, dass es bereits vor zwei Jahren Gespräche mit dem Bürgermeister diesbezüglich gab.

 

Frau Staudacher verlässt die Sitzung um 19.37 Uhr.

 

Das Einverständnis der Hornoer Bürger zur Integration in dieser Halle liegt vor. Es handelt sich hier um Regionalgeschichte, sodass sie aus Sicht der Hornoer auch in dieses Gebäude passt. Er vermisst schon lange ein solches Zentrum und wünscht sich, dass es nicht von vornherein kaputt geredet wird. In der Vergangenheit wurde schon durch viele kritische Äerungen vieles zerredet. Man kann keine Fachwerkhäuser neben die Kirche bauen.

 

Frau Dressler wies nochmals darauf hin, dass dieser Ort vor allem auch ein Ort für die Vereine sein sollte, da diese aufgrund der fehlenden Barrierefreiheit ihre Räumlichkeiten kaum noch nutzen können.

 

Herr Bischoff unterstützte die Bedenken von Frau Dressler und bat, diese Anregung seitens der Verwaltung mit aufzunehmen.

 

Herr Kliche kritisierte, dass bereits vor der Ausschusssitzung in der örtlichen Presse über das Vorhaben berichtet wurde. Weiterhin fragte er an, ob es angedacht ist, außer dem Entwurf von Herrn Prof. Sommer auch die beiden anderen Entwürfe, die bereits im Ausschuss für Bau und Planung erwähnt wurden, vorzustellen.

 

Herr Dr. Goldschmidt antwortete hierzu, dass im Ausschuss auch die anderen Entwürfe diskutiert werden können. Er glaubt jedoch, dass die Variante von Herrn Prof. Sommer die interessanteste von allen Entwürfen ist. Es ist ein Entwurf, der in das Stadtgefüge passt. Deshalb wurde dieser Weg der Vorstellung gewählt.

 

Herr Lindner führte aus, dass bereits in mehreren Ausschüssen über die Entwürfe diskutiert wurde. Dieser Entwurf wurde ausgewählt und man sollte jetzt nicht wieder das Rad zurück­drehen und neu anfangen in der Diskussion. Wir haben hier ein sehr interessantes Konzept vorgestellt bekommen. Mit diesem Konzept müssen wir uns jetzt weiter beschäftigen und es in der Bürgerschaft diskutieren. Er ist grundsätzlich der Meinung, dass hier etwas Neues und Zeitgemäßes geschaffen wurde. Natürlich müssen die finanziellen Möglichkeiten geklärt werden. Dabei ist der im Vorteil, der mit Beginn der Förderperiode entsprechende Konzepte vorliegen hat und diese zur Beantragung der Fördermittel einreichen kann. Aus diesem Grund sollten wir uns ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen und weiter verfolgen.

 


Die Vorlage wurde zur Kenntnis genommen.

 
 


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