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Vorlage - SVV/0588/2011
 
 
 
Betreff: Bestätigung der Ausführungsplanung für die Schmutzwasserableitung Einzugsgebiet Pumpwerk Sandweg, 1. Abschnitt und die Niederschlagswasserableitung Sandweg
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Przychodzki
Federführend:Eigenbetrieb Städtische Abwasserbeseitigung Forst (Lausitz) Bearbeiter/-in: Handreck, Petra
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau und Planung Vorberatung
01.09.2011 
29. Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung ungeändert beschlossen   
Haupt- und Wirtschaftsausschuss Entscheidung
07.09.2011 
23. Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsausschusses ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Lageplan 1 PW Sandweg 1.Absch
Lageplan 2 PW Sandweg 1.Absch
Lageplan 3 PW Sandweg 1.Abschn

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Haupt- und Wirtschaftsausschuss bestätigt die Ausführungsplanung für die Schmutzwasserableitung Einzugsgebiet Pumpwerk Sandweg, 1. Abschnitt und die Niederschlagswasserableitung Sandweg.

 

 

Erläuterungen:

Erläuterungen:

 

  1. Schmutzwasserableitung

 

Die Stadt Forst plant den Straßenbau in einigen Straßen im südlichen Stadtgebiet. In diesem Zusammenhang sollen die alten schadhaften Abwasserkanäle schrittweise erneuert werden. Diese Erneuerung ist im Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Forst (Lausitz) enthalten.

 

Das Einzugsgebiet Pumpwerk Sandweg erfasst, bedingt durch die jetzt größere Zulauftiefe zum Pumpwerk folgende Straßen: Sandweg nördl. Teil, Fabrikstraße, Grabenweg westl. Teil (1. Abschnitt), Dünenweg, Buschweg, Weißagker Weg sowie Forstweg südl. Teil, Gertraudenweg und Andreas-Hofer-Straße. Durch den Anschluss der letztgenannten Straßen entfällt ein zweiter Pumpvorgang durch das PW Am Busch.

 

Das Gesamtvorhaben befindet sich teilweise in den Trinkwasserschutzzonen II und III des Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Forst (Lausitz). Die Schutzzonen für das Wasserwerk Forst wurden im März 2009 neu festgesetzt. Das Gefährdungspotential für die Schutzzone II wird seitens der unteren Wasserbehörde und des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz als hoch eingeschätzt.

 

Im Rahmen der Vorplanung wurden die vorhandenen Kanäle mit TV-Befahrungen untersucht und aufgrund ihrer Schäden nach DWA-M 149 die Schäden klassifiziert.

 

Im 1. Abschnitt weisen die vorhandenen Kanäle zahlreiche Schadstellen in Form von Rissen, fehlenden Rohrstücken mit Wurzeleinwuchs und Scherbenbildung sowie Lageabweichungen auf, welche die Funktionstüchtigkeit stark einschränken. Die Folge sind häufige  Schadens­ereignisse, die durch laufende Unterhaltungsmaßnahmen beseitigt werden müssen.

 

Die Art der vorliegenden Schäden macht gemäß DWA – M 149 die Einordnung in die Zustandsklassen erforderlich:

 

0 – sofortige Schadensbeseitigung (6 Haltungen)

1 – kurzfristige Schadensbeseitigung (4 Haltungen) und

2 – mittelfristige Schadensbeseitigung (2 Haltungen)

 

Da das Sohlgefälle der vorhandenen Kanäle mit bis zu 0,6 o/oo ungenügend ist und die Kanaltiefen für das Gesamtvorhaben zu gering sind, ist der Neubau der Kanäle erforderlich. Eine Sanierung der Kanäle ist hier nicht geeignet.

 

Zum Teil wurden die Kanäle in sehr geringer Tiefe (< 1 m) verlegt. Der Wartungsaufwand ist überdurchschnittlich hoch. Einfrierungen in Frostperioden sind öfter aufgetreten. Künftig sollen ein Kanalmindestgefälle von 5 o/oo Kanalanfangstiefen von 1,5 m eingehalten werden.

 

Zur Reduzierung der Kosten des Kanalbaus in der Trinkwasserschutzzone wurden zwei Trassenvarianten untersucht. Im Bereich der Trinkwasserschutzzone II ist gemäß § 3 Pkt. 35 und § 4 Pkt. 19 der Verordnung zur Festsetzung des Wasserschutzgebietes der Stadt Forst (Lausitz) das Errichten von Abwasserkanälen nur gestattet, wenn das Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 142 beachtet wird.

 

Danach dürfen nur Rohrsysteme mit Auskleidung (Inliner) und redundanten (parallele/doppelte) Dichtungen zum Einsatz kommen. Diese Bedingungen erfüllt das FABEKUN ® Betonkanalrohr mit integriertem Kunststoffrohr aus PVC-hart.

 

In der Variante A wurde zur Reduzierung der Grundwasserabsenkung der Einsatz dieser Rohre mittels unterirdischem Rohrvortrieb im Bereich östlicher Sandweg, Am Wasserwerk, untersucht.

 

Bedingt durch die spezielle Fertigung der Rohre und dass nur 2 Anbieter diese Rohre herstellen, ist der Preis ca. 5 x teurer als herkömmliches Steinzeug – Vortriebsrohr. Hinzu kommen zusätzliche Kosten für größere Vortriebsschächte und der Einsatz größerer Vortriebstechnik, bedingt durch den großen Außendurchmesser der Rohre.

 

In der Variante B wurde eine Trassenführung über den Grabenweg / Forstweg mit herkömmlicher Vortriebstechnik untersucht. Durch die Reduzierung der sehr großen Verlegetiefen innerhalb der Trinkwasserschutzzone II und dem damit verbundenen Wegfall des FABEKUN ® Betonkanal-Vortriebsrohres reduzieren sich die Kosten bei Variante B gegenüber der Variante A um ca. 567.000,00 € für das gesamte Einzugsgebiet.

 

Im Sandweg zwischen Weißagker Weg und Grabenweg sowie im Grabenweg zwischen Sandweg und Forstweg und im Forstweg bis zur Straße Am Wasserwerk wird der Kanal im unterirdischen Rohrvortrieb verlegt. Im Sandweg bis zur Skurumer Straße und in der Fabrikstraße erfolgt die Verlegung in offener Bauweise. Die Grundstücksanschlussleitungen werden ebenfalls erneuert.

 

Die Druckrohrleitung wird parallel zum Schmutzwasserkanal bis zum Druckausmündungs­schacht in der Skurumer Straße verlegt. Dabei erfolgt im Bereich des Schmutzwasserkanals in offener Bauweise die Verlegung in offener Bauweise, in den übrigen Bereichen als gesteuerter Vortrieb.

 

 

  1. Niederschlagswasserableitung

 

Im Sandweg ist im Abschnitt zwischen der Skurumer Straße und dem Dünenweg die Niederschlagsentwässerung der Straße an den vorhandenen Schmutzwasserkanal angeschlossen. Entsprechend dem Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Forst (Lausitz) ist die Trennkanalisation als Entwässerungsverfahren vorgesehen. Dabei wird das Schmutzwasser in die Kläranlage Forst eingeleitet und unverschmutztes Niederschlags­wasser einer Vorflut zugeführt oder zur Versickerung gebracht.

 

Der vorhandene Anschlusskanal vom Niederschlagswasserkanal an den Schmutzwasser­schacht ist höher als die Rohrsohle des Niederschlagswasserkanals. Die Niederschlags­wasserkanalschächte sind mit ca. 1 m hohen Schlammfängen ausgestattet. Der Anschluss an das Schmutzwasser stellt somit einen Überlauf dar. Insbesondere bei Starkregen­ereignissen versagt die Versickerung und der Überlauf in den Schmutzwasserkanal wird in Anspruch genommen. Mit dem Neubau der Schmutzwasser­kanäle ist ein Anschluss der vorhandenen Neiderschlagswasserableitung nicht mehr möglich.

 

Da sich in unmittelbarer Nähe kein Vorfluter befindet und auch keine ausreichenden Flächen für eine oberflächennahe Versickerung zur Verfügung stehen, wird für die künftige Niederschlagswasserableitung der Neubau einer Sickerrigole erforderlich.

 

Die Versickerung erfolgt über Sickerrohre DN 355 aus PE mit einer Wasseraustrittsfläche von mind. 135 cm²/m. In Bereichen ohne Rigole werden ungeschlitzte Rohre eingebaut. Für die Rigolen wird Grobkies der Körnung 16/32 mit einem Porenanteil von 35 %, ummantelt mit Textilvlies, eingesetzt. Die Abmaße der Rigole betragen Höhe 0,8 m / Breite 0,8 m. Die geplante Länge beträgt 167 m.

 

Für den Anschluss der Straßenabläufe sind Anschlusskanäle DN 150 vorgesehen. Für Spül- und Kontrollzwecke sind Schächte aus PE-HD DN 400 mit Schlammfang einzubauen. Schachtabdeckungen sind in der Klasse D, verriegelbar, mit dämpfender Einlage, Schmutzfänger und mit Lüftungsöffnungen vorgesehen.

 

Das Niederschlagswasser wird über die vorhandenen Straßenabläufe gefasst. Eine Erneuerung der Abläufe ist nicht vorgesehen. Die vorhandenen Anschlusskanäle müssen für die Anbindung an die Kontrollschächte der neuen Rigole verlängert bzw. verkürzt werden.

 

Die Baukosten belaufen sich nach der Kostenberechnung auf ca. 689.000,00 EUR für die Schmutzwasserableitung und auf 68.300,00 EUR für die Niederschlagswasserableitung.

 

In dem beiliegenden Lageplan Blatt 1 – 3 sind die Leitungstrassen dargestellt.

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Lageplan Blatt 1 - 3

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Lageplan 1 PW Sandweg 1.Absch (171 KB)    
Anlage 2 2 Lageplan 2 PW Sandweg 1.Absch (326 KB)    
Anlage 3 3 Lageplan 3 PW Sandweg 1.Abschn (199 KB)    
 
 


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