Bürgerinfo - Stadt Forst (Lausitz)

Auszug - Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" Vorstellung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes  

 
 
3. Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Bau und Planung
Datum: Do, 19.02.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 21:10
Raum: Rathaus Promenade 9, 03149 Forst (Lausitz)
Ort: Sitzungsraum 211

Frau Geisler führte einleitend aus, dass das vorgelegte Konzept der Stadt Forst (Lausitz) helfen soll, die Innenstadt zu stärken

Frau Geisler führte einleitend aus, dass das vorgelegte Konzept der Stadt Forst (Lausitz) helfen soll, die Innenstadt zu stärken. Durch Festlegungen des Konzeptes können beispielsweise bestimmte Bauvorhaben außerhalb der Innenstadt untersagt werden. Außerdem sollen durch das Konzept Fördermittel aquiriert werden.

 

Herr Behrens von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH aus Erfurt und Herr Wüllner vom Büro Herwarth + Holz Berlin stellten den Inhalt des Konzeptes vor. Entsprechende Unterlagen wurden den Ausschussmitgliedern übergeben.

 

Herr Bischoff dankte für die umfangreichen Ausführungen und bat die Ausschussmitglieder um Meinungsäußerung.

 

Herr Bischoff äußerte sich positiv zu dem vorgestellten Konzept. Damit ist es gelungen, aus der Analytik heraus eine neue Qualität zu erreichen und die Lage im gesamten Komplex wurde realistisch eingeschätzt.

 

Frau Födisch vermisste Ansiedlungen im nördlichen Teil der Stadt. Dazu führte Herr Behrens aus, dass es in der Nordstadt  Bedarf für einen Anbieter gäbe mit max. 400 – 500 m² Ver­kaufs­fläche. Es wurde intensiv mit der Verwaltung diskutiert, um die Stadt in einzelne Versorgungs­bereiche einzuteilen, jedoch müssen mindestens 3.000 bis 5.000 Einwohner in einem Einzugsbereich wohnen, um derartige Versorgungseinrichtungen zu betreiben. Das Problem im nördlichen Teil ist, dass dort unter 3.000 Einwohnern leben.

 

Herr Lischke merkte in diesem Zusammenhang an, dass von den beiden Planern der Forster Hof und auch der noch verschlossene Westausgang von Kaufland als ein Hauptproblem ange­sehen werden. Die Öffnung zur Frankfurter Straße war stets eine Forderung gewesen, doch alle Versuche sind bisher gescheitert.

 

Herr Kliche sieht das vorgelegte Konzept als nicht durchführbar an, da vor allem in Bezug auf die demografische Entwicklung vor allem ältere Menschen in der Stadt Forst (Lausitz) wohnen und sie nicht in der Lage sind, ihre Einkäufe im Stadtzentrum zu erledigen. Er sieht bei der Umsetzung des Konzeptes große Bedenken.

 

Herr Behrens sieht die Öffnung von Kaufland zur Frankfurter Straße ebenfalls als wichtig und sinnvoll an.

 

Herr Kliche fragte an, ob auch die angrenzenden Städte Cottbus, Spremberg und Guben an einem solchen Konzept arbeiten. Es sind in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe von B-Plänen zu überarbeiten bzw. neu aufzustellen. Wie hoch sind die Kosten dafür? Dazu antwortete Frau Geisler, dass auch die oben genannten Städte an solchen Konzepten arbeiten. Zur Kostenfrage führte sie aus, dass die Änderung von B-Plänen größtenteils im eigenen Fach­bereich vorgenommen wird. Bei Neuaufstellungen und größeren Änderungen gibt es Mög­lichkeiten der Förderung. Es kann jedoch im Moment noch nicht gesagt werden, in welchem finanziellen Rahmen sich dies bewegen wird. Es handelt sich hier um Textbebauungspläne, die nicht sehr kostenintensiv sind.

 

Herr Bischoff führte aus, dass es sich heute um eine erste Vorstellung dieses Konzeptes handelt. Es ist die Einleitung in ein Verfahren, in dessen Folge von der Verwaltung Beschlüsse erarbeitet werden, die dann im Einzelnen zu beraten sind und der Stadtverordnetenversamm­lung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

 

Frau Baerwald führte abschließend aus, dass sich die Stadtverordneten darüber im Klaren sein müssen, dass es eine Verpflichtung gibt, dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzept zu erar­beiten. Die Stadt Forst (Lausitz) ist in das Förderprogramm aufgenommen worden und natürlich sollen die Fördermittel dann auch für die Innenstadt zur Verfügung gestellt werden. Es sollte in allen Fraktionen beraten werden, Hinweise und Anregungen sollten dann vorgetragen werden, um schnellstmöglich die notwendigen Beschlüsse vorbereiten und fassen zu können.