Bürgerinfo - Stadt Forst (Lausitz)

Auszug - Anfragen  

 
 
18. Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales
TOP: Ö 13
Gremium: Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales
Datum: Mo, 04.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 20:35
Raum: Sitzungsraum L203
Ort: Rathaus Lindenstraße 10-12, 03149 Forst (Lausitz)

Herr Stenzel kritisiert die katastrophalen Bedingungen auf den Sportanlagen der Grundschule Keune. Rasenmahd wurde in einer Ecke entsorgt, Laufbahn, Weitsprung- und Volleyballanlage sind in einem katastrophalen Zustand. Den Kindern kann nicht zugemutet werden, dort Sportunterricht durchzuführen.

 

In der letzten Ausschusssitzung wurde über die Skaterbahn gesprochen. Er bittet darum, dass sich die Verwaltung einheitlich äert. Der Ausschuss hat zum Stadionumbau klar dargelegt, die Skaterbahn dort einzubeziehen. Frau Geisler äert sich jedoch, dass die Skateranlage hinter der Schwimmhalle gebaut wird, ein anderer teilt mit am Bahnhof. Es muss eine klare und einheitliche Aussage zum Standort getroffen werden. Die Jugendlichen fühlen sich nicht ernst genommen bei diesen unterschiedlichen Aussagen.

 

Herr Zuber: Die Kritik am Sportplatz Keune wird aufgenommen und geprüft.

 

Herr Zuber zur Skateranlage: Von der Initiativgruppe wurde die Stadionentwicklung vorgestellt und von Herrn Bergmann fixiert. Sie steht im zeitlichen und finanziellen Kontext mit der Gesamtrealisierung der Schwimmhalle. In der bereits im Ausschuss vorgestellten Sportstättenentwicklungskonzeption wird auch das Stadion bewertet. Grundlage dafür sind die Ideengestaltung der Initiativgruppe und die Gespräche mit den anderen Partnern. Eine schriftliche Aussage des Landkreises als Schulträger bzw. Hauptnutzer des Stadiongeländes zum Umfang der Entwicklung der Sportanlage liegt nach mehrmaligem Nachfragen seit dem Sommer vor. Zum Standort und zur Finanzierung der Skateranlage gibt es zurzeit keinen Beschluss. Dies muss in die Sportsttenentwicklungskonzeption aufgenommen, diskutiert und im Gesamtkonzept erfasst werden. Danach erfolgt die Standortentscheidung.

 

Herr Rother: In der Presse wurde Zahlenmaterial zum Betreuungsschlüssel in Kitas veröffentlicht und das Land Brandenburg hat hierbei schlecht abgeschnitten. Wie ist die Entwicklung in Forst (Lausitz)? Wie viele Kinder werden von einer Erzieherin betreut?

 

Herr Zuber: Der Betreuungsschlüssel ist im Land Brandenburg entsprechend der Kita-Personalverordnung einheitlich und gilt auch in Forst (Lausitz). Das veröffentlichte Zahlenmaterial basiert auf einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Schrittweise gab es zwar einige Erhöhungen, gegenüber anderen Bundesländern ist er aber nicht ausreichend. Positiv ist, dass der Betreuungsgrad in Brandenburg sehr hoch ist. Dadurch wird noch mehr Personal gebraucht. Das Problem sind aber die Zuweisungen der finanziellen Mittel an die Kommunen oder Freien Träger; denn diese erfolgen vom Land an die örtlichen Träger der Jugendhilfe, hier Landkreis SPN, der einen eigenen, geringeren Verteilerschlüssel hat. Somit sind die finanziellen Mittel nicht ausreichend und die Stadt muss sie bereitstellen. Ein zukünftig höherer Schlüssel ist eine Herausforderung für die Akquirierung von erfahrenem Personal.

 

Frau Dreßler bemerkt: Es gibt viele junge Frauen mit dem Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherinnen, die sich auch an vielen Stellen bewerben. Vom Bund bis zu den Kommunen wird auf fehlendes Fachpersonal hingewiesen, aber keiner meldet Bedarf an. Die ausgebildeten Erzieherinnen kommen nicht zum Tragen.

 

Frau Dreßler hat heute erfahren, dass in der Grundschule Mitte während der Ferienzeit WC-Räume gebaut wurden. 

 

Herr Dr. Kaiser: Es läuft die Endphase der Planung für den kompletten Sanitärbereich. Das Objekt steht kurz vor der Realisierung, die finanziellen Mittel sind gesichert.

 

Frau Fischer fragt nach der Zahl für den Kita-Betreuungsschlüssel.

 

Herr Dr. Kaiser: jeweils 1 Erzieherin für 11 Kita-Kinder bzw. 6 Krippenkinder.

Herr Zuber kann nicht nachvollziehen, dass es keine Bedarfsmeldung geben soll. Die Stadt Forst (Lausitz) und auch andere Kommunen haben dauerhaft beim Amt für Arbeit und in den Jobcentern unbesetzte Stellen gemeldet. Es gibt extrem wenige Bewerbungen. Erforderlich sind auch kurzfristige Besetzungen bei Änderung der Schlüsselzahlen. Dann wird auch auf den Pool zurückgegriffen, der jedoch immer zu gering ist. Der Abschluss bedeutet nicht, dass von der Stadt geforderte Standards erfüllt werden. Das Spektrum der Beschäftigung ist herausfordernd. Aufgabe des Erzieherpersonals ist nicht das Bespaßen und Spielen, sondern eine harte pädagogische Arbeit unter extremen Herausforderungen. Es wird methodisches Arbeiten in einem Team mit ständigem Lernen auch voneinander verlangt. Deshalb gibt es ein aufwendiges Verfahren auch für die Einstellung längerfristigen Personals.

 

Frau Nitschke bestätigt die Ausführungen von Herrn Zuber. Nachwuchs für qualifiziertes Personal im Erzieherbereich ist schwer zu bekommen. Jedoch ist die Personalpolitik der Stadt Forst (Lausitz) nicht verständlich. Im Kita-Bereich gibt es immer wiederkehrende Befristungen. Warum erfolgt bei Befähigung nach einer gewissen befristeten Zeit keine Entfristung? Die Stadt muss als Arbeitgeber umdenken, eine positive Außenwirkung zeigen und gutem Personal in den Einrichtungen eine Perspektive geben.

 

Herr Zuber stimmt dem zu; denn genauso erfolgt bei der Stadt die Umsetzung. Große Kontingente werden im Erzieherbereich regelmäßig entfristet bzw. dauerhaft eingestellt. Die Stadt hat im Erzieherbereich 70 Beschäftigte, welche im Personalbereich Tagesthema sind.