Bürgerinfo - Stadt Forst (Lausitz)

Vorlage - SVV/0648/2011  

 
 
Betreff: Sanierungsgebiet Nordstadt Forst
hier: Bestätigung der Entwurfsplanung Straßenbau Otto-Nagel-Straße, zwischen Frankfurter Straße und Bahnhofstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Jahnke
Federführend:Fachbereich Bauen Bearbeiter/-in: Rattey, Karin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau und Planung Entscheidung
12.01.2012 
34. Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Lageplan

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Bau und Planung bestätigt die Entwurfsplanung Straßenbau Otto-Nagel-Straße, zwischen der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße.

Erläuterungen:

Erläuterungen:

 

Die Otto-Nagel-Straße im bezeichneten Abschnitt befindet sich im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet “Nordstadt”. Die notwendige Verbesserung der Verkehrssicherheit in Verbindung mit dem grundhaften Ausbau der Straße sowie einer entsprechenden Gestaltung wird erheblich zur Vervollkommnung des Wohnumfeldes und Identifikation mit dem Quartier beitragen. Infolge der bereits überwiegend erfolgten Sanierung der Gebäude bzw. Rückbau und Neugestaltung der Freiflächen sind die Sanierungsziele der Reduzierung des Leerstandes und der Gebäudemodernisierung nahezu abgeschlossen. Neben der notwendigen Verbesserung der Erschließung des Sanierungsgebietes “Nordstadt” und einer Reduzierung der sich aus dem ruhenden und fließenden Verkehr ergebenden Belastung stellt die Neugestaltung im öffentlichen Raum die “Abrundung” für die Vielzahl durchgeführter Maßnahmen auf den angrenzenden Grundstücken dar.

 

Die Verwaltung hat das Ingenieurbüro Meister aus Cottbus beauftragt, das Straßenbauprojekt zur Umsetzung des Bauvorhabens zu erarbeiten. Die Planung beinhaltet die Beseitigung des Grundproblems der ungünstigen Aufteilung zwischen den Seitenbereichen und der Fahrbahn sowie die Umsetzung der übergeordneten Ziele der Lärmminderungsplanung der Stadt Forst.

 

Die Otto-Nagel-Straße lässt sich aufgrund der vorhandenen Querschnittsbreiten in 2 Abschnitte unterteilen.

Abschnitt 1: von der Frankfurter Straße bis zur Fruchtstraße, vorhandene Querschnittsbreite ca. 11,50 m (davon 6,90 m Fahrbahn, ca. 3,00 m südlicher Gehweg, ca. 1,30 m nördlicher Gehweg)

Abschnitt 2: von der Fruchstraße bis zur Bahnhofstraße, vorhandene Querschnittsbreite ca. 14,80 m (davon 9,10 m Fahrbahn und beidseitig je 2,80 m Gehweg)

 

Die neue Querschnittsaufteilung berücksichtigt eine durchgehende Fahrbahnbreite von 5,50 m. Im Abschnitt 1 können somit die beidseitigen Gehwege jeweils ca. 2,75 m breit angeordnet werden. Im Abschnitt 2 ergibt sich aufgrund der Querschnittsbreite für die Seitenbereiche jeweils eine durchschnittliche Breite von mindestens 4,50 m. Zwischen den Gehwegen, die in einer Breite von jeweils 2,50 m realisiert werden, und der Fahrbahn erfolgt die Anordnung von straßenbegleitenden Stellplätzen. Diese werden mit Pflanzinseln unterbrochen. Es werden ausschließlich kleinkronige Bäume gepflanzt.    

 

Entsprechend der Lärmminderungsplanung stellt die akustisch wirksame Verbesserung der Fahrbahnoberfläche die einfachste Möglichkeit der Lärmreduzierung dar. Mit dem Ziel der Lärmminderung, der damit einhergehenden Verbesserung der Wohnqualität in diesem Areal soll der Fahrbahnbelag in bituminöser Bauweise ausgeführt werden.

 

Bezugnehmend auf die in der Gestaltungsfibel des Sanierungsgebietes “Nordstadt” vorgebrachten Grundsätze soll das historische Natursteinpflaster wiederverwendet werden. Entsprechend wird das Granitkleinpflaster zur Befestigung der Stellflächen, der Zufahrten sowie fahrbahnbegleitend der Entwässerungsrinne eingesetzt.  Die Gehwege werden im Ober- und Unterstreifen mit Mosaikpflaster, die Gehbahnen selbst ortstypisch mit diagonal verlegten Platten befestigt.

 

In der Otto-Nagel-Straße muss die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Zur Minimierung des Energieverbrauches werden lED-Leuchten eingesetzt.

 

Für den im Bereich der Einmündung zur Frankfurter Straße befindlichen Gleisrest ist das denkmalrechtliche Erlaubnisverfahren durchzuführen. Entsprechend der denkmalrechtlichen Konzeption zum Umgang mit den Gleisen der ehemaligen Forster Stadtbahn wird der dauerhafte Rückbau beantragt. Die Dokumenation des vorhandenen Gleises wird im Rahmen der Rückbaumaßnahme durchgeführt.

Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange hat bisher ergeben, dass die Trinkwasserhauptleitung sowie die Trinkwasser- und Gashausanschlüsse erneuert werden müssen. Ebenfalls erneuert werden der Niederschlags- und der Schmutzwasserkanal.

 

Die Kostenschätzung zum Straßenbau, einschl. der Straßenbeleuchtung beträgt ca. 380.500,00 EUR. Der Straßenbau, die Straßenbeleuchtung und die Erneuerung des Niederschlagswasserkanals werden mit Städtebaufördermitteln finanziert.

 

Entsprechend Umsetzplan der Stadt Forst ist die Durchführung des Bauvorhabens in den Haushaltsjahren 2012 und 2013 eingeordnet.

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Lageplan

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Lageplan (315 KB)